„Besonders praktisch finde ich, dass man nicht zwischen unterschiedlichen Programmen hin- und herspringen muss und stets alle wichtigen Informationen in einer Datenbank versammelt sind.“

Endoskope ähneln Schlangen – und die meisten Menschen dürften die Geräte, mit denen das Körperinnere erkundet wird, ungefähr so attraktiv finden wie Kriechtiere im Garten. Für Patienten sind die Untersuchungen zwar unangenehm, aber meist völlig gefahrlos. Was jedoch regelmäßig kaputt geht, sind die Endoskope. Firmen wie die Endosave GmbH aus Ostrach-Waldbeuren in Oberschwaben bringen angeknackste Geräte wieder zum Laufen.

„Wir warten und reparieren flexible medizinische Endoskope, die für Darmspiegelungen, Magenspiegelungen, Lungenspiegelungen eingesetzt werden“, sagt Roland Gioia, Geschäftsführer von Endosave. Kunden sind Krankenhäuser, aber auch niedergelassene Internisten, Gastroenterologen, Coloproktologen und Chirurgen.

Im Juni 2004 hat Gioia gemeinsam mit seinem Kompagnon Heinz Wellmann den kleinen Medizintechnik-Dienstleister gegründet – „aus der Not heraus“, wie Gioia rückblickend berichtet. Beide hatten vorher bei einem Konkurrenzunternehmen gearbeitet, sie wurden jedoch wegen Differenzen mit der Geschäftsführung auf die Straße gesetzt. „Die ersten drei Jahre waren schon hart“, sagt Gioia, der am Tag zehn Stunden und mehr arbeitet, oft auch an Wochenenden. Aber inzwischen macht Endosave knapp eine Million Umsatz pro Jahr und beschäftigt sechs Angestellte. Zwischen grünen Wiesen und Feldern am Rande von Ostrach im Oberschwäbischen residiert die Firma in einem ehemaligen Molkereigebäude. „Wir wollen wachsen, aber nicht zu schnell. Wenn wir in den fünf Jahren 15 Mitarbeiter haben, sind wir schon zufrieden.“

Mit weiterem Wachstum ist zu rechnen: Die Aufträge im Bereich der Medizintechnik brechen auch in Krisenzeiten nicht weg, weil die Menschen immer krank werden. Zudem hat sich Endosave einen soliden Ruf unter seinen medizinischen Kunden erarbeitet: „Als kleines Unternehmen sind wir flexibler, kostengünstiger und schneller als die Hersteller der Endoskope, liefern aber erstklassige Arbeit“, sagt Gioia selbstbewusst. Besonders stolz ist Gioia darauf, dass alle Kliniken im näheren Umkreis seit Jahren schon zur Stammkundschaft zählen.

Je nach Ausführung kostet ein Endoskop zwischen 17.000 und 30.000 Euro. Es kann mehr als zehn Jahre halten, schätzt Gioia, „vorausgesetzt, es wird regelmäßig gewartet.“ Der 40jährige ist gelernter Informatikkaufmann und bei Endosave für das Kaufmännische zuständig. Aber auch mit dem Innenleben der hochsensiblen Geräte kennt er sich bestens aus. Und erklärt, weshalb diese oft kaputt gehen: „Das Endoskopieren an sich ist ja schon ein gewisser Kraftakt. Der Einführschlauch muss in den Patienten rein, das geht einfach nicht ohne Drücken und Kraftaufwendung. Damit ist Verschleiß vorprogrammiert.“ Wenn er nach einem Jahr Dauereinsatz an Spannung verliert oder porös wird droht ein Wasserschaden, der die komplizierte Technologie im Inneren des Schlauchs zerstören kann. „Bei der Magenspiegelung haben wir oft auch Bissschäden“, sagt Gioia. „Sobald ein Patient in Panik zubeißt, ist das Endoskop sofort beschädigt.“

Dann retten Gioias Angestellte, was zu retten ist. Um dem Anwender ein perfekt funktionierendes Endoskop zu garantieren, ist deren hohe Fachkompetenz nötig, sagt Gioia. Was hingegen zweitrangig ist, sei der Standort in Ostrach: „Die Geräte sind klein, sie können leicht verpackt und verschickt werden“, erklärt er. Doch damit steigt der logistische Aufwand – und die Notwendigkeit, stets den Überblick über alle Geschäftsfälle zu haben. Gleich von Anfang an nutzt das Unternehmen daher Lexware financial office pro - „für praktisch alles“, sagt Gioia. „Wir stellen unsere Kostenvoranschläge mit Lexware, führen diese dann weiter über Auftragsbestätigung und Lieferschein bis hin zur Rechnung.“ Und er zählt weiter auf: „Wir erledigen Buchhaltung und Lohnbuchhaltung mit Lexware. Und unsere Kundenkontakte pflegen wir auch damit. Besonders praktisch finde ich, dass man nicht zwischen unterschiedlichen Programmen hin- und herspringen muss und stets alle wichtigen Informationen in einer Datenbank versammelt sind.“

Heinz Wellmann / Roland Gioia | Endosave GmbH | http://www.endosave.de

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